• Aktuelle Fälle
• ALAG Auto Mobil GmbH & Co.
• Albis Capital AG & Co. KG
• Allianz Global Investors
• Alpha Ship GmbH & Co. KG
• Bausparvertrag Kündigung
• Bearbeitungsgebühr Kredite
• Berenberg Select Income
• Brit. Kapital Leben I-VIII
• Capital Invest ACI
• CFB Fonds
• Chorus Life 1 Deutschland
• CLC US Life 2016
• Clerical Medical
• Conti Fonds
• CPO Produktentanker mbH&Co
• CS Euroreal
• CSA Beteiligungsfonds
• Db ImmoFlex
• Deutsche Umweltberatung
• Direkt Invest Polen 1
• DKB Bank
• Dr. Peters Schiffsbeteiligung
• Dritte MPC Sachwert Fonds
• DS Rendite Fonds
• DSK Leasing
• Euro Select
• FHH Fonds
• First Real Estate
• Flottenfonds
• Flugzeug Leasing Fonds
• Frist Widerruf
• Future Business KGaA
• GAF Active Life 1-2
• GFE GmbH BHKW
• Global Transport 03 Aviation F
• Grabe Logimac
• HCI Schiffsbeteiligungen
• Helios Life UK
• HPC US Life1-4
• HSC Optivita USA II-III
• HSC US Leben Select 1
• HVBFF Britannia 1
• HVBFF Life USA 1-2
• IBH Immobilienfonds
• IGB Beteiligungs GmbH
• Immobilienfonds
• Interesseng. Immobilienopfer
• IVG EuroSelect Portfolio UK
• KAMAU mbH & Co. KG
• Kanam US/ Grundinvest
• KJK Wohnungsunternehmen
• KONZEPTA
• König & Cie Brit. Leben
• König & Cie Deutsche Leben
• König & Cie Schiffsfonds
• LASIK Behandlungskosten
• LB Swiss
• Lease Trend AG
• Leasing Fonds
• Lebensversicherungsfonds
• LEG Waldsiedlung
• Life Invest Deutschland I/ II
• Life Reward Fund II Plus/Safe
• Life Trust 1-14 (BAC)
• Life Value I/II (Dr. Peters)
• Lloyd Fonds
• Medienfonds/ Filmfonds
• Morgan Stanley P2 Value
• MPC Deepsea Oil Explorer
• MPC Rendite-Fonds Leben
• MPC Schiffsbeteiligung
• MS Stadt Schwerin T+H
• MTV II/V British Life
• MTV Leben Invest I
• Oltmann Gruppe Dachfonds
• OOC Dachfonds Schiffsbet.
• Optivita UK I-XI
• Optivita VI/ IX Deutschland
• Ownership
• Photovoltaik Beteiligung
• POC Zwei GmbH&Co.KG
• Prokon
• Prorendita Brit. Leben
• Rendite Fonds Brit. Leben plus
• Rentadomo Immobilienfonds
• Sachwert Rendite F. Indian
• Santa Pelagia Offen Reederei
• Santa Petrissa Offen Reederei
• Santa Placida Offen Rederei
• Selfmade Cap. Inv. Emirates
• TMW Immobilienfonds
• Trend Capital Dubai Business
• Trust Fonds UK 1
• UBS 3 Selector Weltfonds
• UniImmo Global
• Unzulässige Bankgebühren
• Unzulässige Bankgebühren
• VCH Expert US -Life
• Victory Medienfonds
• VIP Medienfonds
• Vorfälligkeitsentschädigung
• VW-Skandal
• WealthCap Life Britannia 2
• WealthCap Life USA 3-4
• WestLB Trust 1-4
• WGF Westfälische Grundbesitz
• Widerrufsbelehrung fehlerhaft
• Windenergiefonds
• Wohnbaufonds Leipzig
• Wohnwertfonds Dresden
• Zertifikate
• Zinsdifferenzgeschäfte

Schadensersatz für VW-Aktionäre: Manipulationen bei Abgastests

VW hat die Abgaswerte seiner Diesel-Fahrzeuge in den USA manipuliert. Nach aktuellen Angaben sollen bis zu 11 Millionen Fahrzeuge betroffen sein. Schon seit 2011 soll Volkswagen Kenntnis von den nun öffentlich gewordenen Manipulationen gehabt haben. Strafzahlungen in Milliardenhöhe drohen, die VW-Aktie befindet sich im freien Fall. Volkswagen musste wegen der Affäre um manipulierte Abgaswerte in den USA seine Gewinnziele kappen. An der Börse hat der Skandal weitreichende Bedeutung. Zum einen war nicht nur die VW-Aktie auf rasanter Talfahrt, sie riss vielmehr den gesamten Dax-Index in die Tiefe. Die Volkswagen-Aktie notierte am Montag den 28. September 2015 unterhalb von 100 Euro – seit Ausbruch des Abgas-Skandals liegt die Aktie fast 40 Prozent im Minus.


Die US-Umweltbehörde EPA hat die Abgas-Manipulation aufgedeckt. Die Behörde hatte festgestellt, dass VW die Schadstoffwerte seiner Diesel-Fahrzeuge mittels einer manipulierten Software „gezielt manipuliert“ hat. Volkswagen muss alleine in den USA mit Strafzahlungen von bis zu 18 Milliarden Euro rechnen. Mögliche Rückrufaktionen oder Sammelklagen drohen. Verschärfte Nachprüfungen der Abgaswerte kommen auf VW auch in anderen Staaten zu. Wie hoch der finanzielle Schaden tatsächlich ausfallen wird und „ob und wann“ sich der Kurs der VW-Aktie wieder erholt, lässt sich derzeit noch nicht abschätzen.


Der Skandal trifft auch die VW Aktionäre. VW hat sich wegen unterlassener Kapitalmarktinformationen gegenüber seinen Aktionären schadenersatzpflichtig gemacht. Die Aktionäre wurden über die eingeleiteten Ermittlungen der Behörden nicht umgehend informiert. Ein Ereignis dieses Ausmaßes hätte jedoch die Pflicht zur unverzüglichen Veröffentlichung einer Ad-Hoc Mitteilung ausgelöst. § 15 Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) legt fest, dass Tatsachen, die den Börsenkurs der zugelassenen Wertpapiere eines Unternehmens erheblich beeinflussen können, unverzüglich zu veröffentlichen sind. Unterbleibt eine solche Mitteilung, ist das Unternehmen schadensersatzpflichtig (§§ 37 b und 37 c WpHG). Hiervon umfasst sind Aktionäre, die vor der Kenntnis von den Manipulationen des VW-Konzerns gekauft haben. Der Bundesgerichtshof sieht in derartigen unterlassenen Informationen eine massive Haftung der Aktiengesellschaften (BGH XI ZR 51/10). Die unterbliebene Information der Volkswagen AG könnten also Schadenersatzansprüche wegen erlittener Kursverluste infolge beeinflusster Abgasmesswert-Verfahren für Dieselfahrzeuge begründen. Anleger, die Aktien der Volkswagen AG in Kenntnis der nicht veröffentlichten Informationen nicht erworben hätten, können den Erwerb der Aktien rückabwickeln oder den durch den Kursverlust erlittenen Differenzschaden verlangen.


Zudem können sich Ansprüche daraus ergeben, dass die Auslieferung eines manipulierten Motors unter der Bezeichnung „Clean Diesel“ und die bewusste Täuschung amerikanischer Behörden einen massiven Imageschaden der Marke Volkswagen in Amerika auslösen können. Eine gezielte Werbung „Clean Diesel“, die viele Anleger zum Kauf der Aktien animierte, und die sich auf den Wert des Konzerns und damit jeder einzelnen Aktie auswirkte.


Jörn Hagermann, Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht schätzt die Lage folgendermaßen ein: „Die von der Volkswagen AG bereits zugegebenen Abgas-Manipulationen an Dieselfahrzeugen könnte Schadensersatzansprüche ihrer Aktionäre in Milliardenhöhe begründen. Das jahrelange Verschweigen der aus den Abgasmanipulationen entstandenen immensen Risiken wie auch das Verschweigen der eingeleiteten US-behördlichen Untersuchungen kann als Verstoß gegen das Kapitalmarktrecht, namentlich des deutschen Wertpapierhandelsgesetzes gesehen werden. Je nach Erwerbszeitraum wird zu prüfen sein, ob Ansprüche nur gegen die Volkswagen of America Group, Inc. zu richten sind oder ob Ansprüche auch gegen die Volkswagen AG bestehen. In dem Zeitraum bis Mai 2014 sind Ansprüche allein aus dem Gesichtspunkt der Manipulation denkbar. Für den Zeitraum ab Mai 2014 hätte an die Aktionäre eine Pflichtmitteilung ergehen müssen. Daraus könnten sich gesonderte Ansprüche für Aktionäre ergeben, die ab Mai 2014 Aktien gekauft haben. Denn all diejenigen Inhaber von VW-Aktien, welche die Aktien seit Beginn der Manipulation erworben und am 28. September 2015 und danach noch gehalten haben, können Schadenersatz fordern.


Anleger sollten nun schnell handeln und ihre Ansprüche geltend machen. Aktionäre von VW-Aktien können sich unverbindlich in die von unserer Kanzlei geführte Aktionärsliste eintragen. Dieser Eintrag ist mit keinerlei Kosten oder Verpflichtungen verbunden. Sie erhalten von uns weitere aktualisierte Informationen zu der Rechtslage. Mit dem Eintrag in die Aktionärsliste begründen Sie noch kein Mandat. Sollte ein Mandat von Ihnen gewünscht sein, besteht die Möglichkeit, Ansprüche gerichtlich gegebenenfalls im Rahmen einer Sammelklage bzw. in einem Musterverfahren nach dem Kapitalanleger-Musterverfahrensgesetz geltend zu machen. Eine außergerichtliche Einigung ist ebenfalls denkbar.


Jörn Hagemann, Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht am 27. September 2015



Wünschen Sie die Zusendung eines Fragebogens zur Prüfung Ihres Problems?

 Name, Vorname*
 E-Mail-Adresse*
 Schildern Sie uns
bitte kurz Ihr Problem*
   
  
* Pflichtfelder