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Update 2015 „Unzulässige Bearbeitungsgebühren der Banken“ - Individualbeitrag der Targobank; Gewerbliche Kredite, KfW-Kredite, Bauspardarlehen

Nach Bekanntgabe der Urteile des Bundesgerichtshofs (BGH) wurden im vergangenen Jahr bezüglich unzulässiger Bearbeitungsgebühren der Banken von unserer Kanzlei zahlreiche Rückforderungsansprüche erfolgreich geltend gemacht. In diesem Zusammenhang sind 2015 noch einige „Baustellen“ offen.


Individualbeitrag der Targobank ist doch unzulässigBis Juli 2013 verlangte die Targobank Kreditbearbeitungsgebühren von bis zu 3,5 Prozent. Seitdem erhebt sie auch bei dem sogenannten Individual-Kredit eine Gebühr – den „Individualbeitrag“. RA Hagemann hält auch diesen Betrag für unzulässig. Der Bankkunde könnte deshalb auch diese Gebühren zurückfordern. Nach Auffassung der Targobank ist dieser Beitrag zulässig, da sie dafür konkrete Leistungen anbiete. Das AG Bonn, Urteil vom 22. Oktober 2014, Az. 114 C 380/14 und das AG Düsseldorf, Urteil vom 21. Oktober 2014, Az. 29 C 9484/14 gab der Bank zunächst Recht. Auch das AG Lüneburg Az.: 10 C 197/14 hat die Klage der Kunden abgewiesen. Kreditnehmer konnten ihr Geld nicht zurückfordern. Mittlerweile gibt es nach unserer Kenntnis aber bereits drei neuere Urteile, die die Auffassung der Kunden stützen. Das Amtsgericht Düsseldorf hat am 12. Dezember 2014 festgestellt, dass auch der Individualbeitrag unzulässig sei (Az. 37 C 6171/14). Die Preisgestaltung sei intransparent, weil sie in unzulässiger Weise Entgelte für die Kapitalüberlassung auf Zeit und für sonstige, rechtlich selbstständige Zusatzleistungen vermische. Ähnliche Urteile ergingen sowohl am 16. Januar als auch am 11. Februar 2015 (AG Düsseldorf, Az. 26 C 7302/14; AG Düsseldorf, Az. 232 C 14135/14). Die Bankkunden können jetzt auch den Individualbeitrag zurückfordern und auf die neue Rechtsprechung des Amtsgerichts Düsseldorf verweisen. Über die Berufung vor dem Landgericht Düsseldorf wird in den nächsten Monaten entschieden. Die Targobank hat ihren Sitz in Düsseldorf. Auch Bankkunden die nicht in Düsseldorf wohnen, können vor dem Amtsgericht Düsseldorf ihre Ansprüche geltend machen. Hier bestehen wohl zurzeit die besten Chancen. Wir vertreten Bankkunden vor den Gerichten in Düsseldorf.


Gewerbliche Kredite – Einige Gerichte halten Kreditbearbeitungsgebühren sogar dann für unwirksam, wenn der Kredit für gewerbliche Zwecke gewährt wurde. In zwei Fällen haben bereits die Amtsgerichte Hamburg (Urteil vom 8. November 2013, Az. 4 C 387/12) und Nürnberg (Urteil vom 15. November 2013, Az. 18 C 3194/13) zugunsten betroffener Unternehmer geurteilt. Uns liegt auch ein Beschluss vom 13.10.2014 des OLG München Az. 27 U 188/14 vor. Der Bundesgerichtshof hat dazu noch nicht in letzter Instanz entschieden. Bei überschaubaren Summen konnte unsere Kanzlei akzeptable Vergleiche mit den Banken erzielen.


KfW-Kredite - Nach drei aktuellen Urteilen von Landgerichten (LG) sind die Bearbeitungsgebühren bei KfW-Förderdarlehen rechtens (LG Itzehoe, Urteil vom 1. Juli 2014, Az. 1 S 187/13; LG Bückeburg, Urteil vom 11. September 2014, Az. 1 S 60/13, LG Bamberg, Urteil vom 14. Januar 2015, Az. 3 S 80/14). Es bestehe ein wesentlicher Unterschied zwischen einem Geschäftskredit und einem KfW-Darlehen. Die ausgebende Bank habe keinen Einfluss auf die Konditionen. Die Kläger haben gegen das Urteil des Landgerichts Bückeburg Revision beim BGH eingelegt (XI ZR 454/14). Es bleibt abzuwarten, wie der Bundesgerichtshof entscheidet. RA Hagemann vertritt auch in diesem Zusammenhang einige Mandanten.


Bauspardarlehen - Die bei Abschluss von Bausparverträgen fälligen Abschlussgebühren hat der Bundesgerichtshof in einem Urteil aus dem Jahr 2010 bereits ausdrücklich gebilligt (BGH, Urteil vom 07.12.2010, Az. XI ZR 3/10). Wenn eine Bausparkasse allerdings Darlehen vergibt und dafür Bearbeitungsgebühren oder sonstige laufzeitunabhängige Gebühren kassiert, dann muss sie diese wahrscheinlich genauso erstatten, wie die anderen Banken auch. Endgültig geklärt ist das derzeit aber noch nicht, wobei kein offensichtlicher Grund für eine Abweisung der BGH Rechtsprechung erkennbar ist. Auch in diesen Fällen hat unsere Kanzlei für einige Mandanten akzeptable Vergleiche erzielt.


RA Jörn Hagemann – Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht im März 2015



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