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Kostenübernahme bei LASIK-Operation: Aktuelle Rechtslage "Lasik" für private Krankenversicherer

Private Krankenversicherungen sind oft nicht bereit, die Kosten für die LASIK-Operation zu übernehmen. Nach geltender Rechtslage sind sie dazu aber verpflichtet. Bei LASIK-Operationen handelt es sich um eine operative Behandlung der Fehlsichtigkeit, die lasergesteuert ist. LASIK-Operationen werden seit 1990 erfolgreich durchgeführt und sind vom Bundesverband der Augenärzte Deutschlands als Verfahren zur Korrektur von Kurzsichtigkeit, Weitsichtigkeit und Hornhautverkrümmung anerkannt. LASIK ist die beliebteste Operationsmethode beim Augenlasern, da sie sich als schnelle und schmerzfreie Behandlungsmethode bewährt hat. In Deutschland  kann eine LASIK-Operation für beide Augen zwischen 2.500,- Euro und 5.000,- Euro kosten. Viele Versicherer bestreiten die medizinische Notwendigkeit dieser Operationen und verweisen ihre Versicherungsnehmer auf das Tragen von billigeren Sehhilfen. Das Thema LASIK-OP ist daher seit Jahren oft Gegenstand von Prozessen zwischen Patienten und ihren Krankenversicherungen. In der Vergangenheit gab es immer wieder unterschiedliche Urteile und Auffassungen von Richtern, was die Erstattung der Kosten für eine refraktive Operation der Augen (LASIK) betrifft. 


Der Bundesgerichtshof  lässt  jedoch seit Jahren eine Kostenerstattungspflicht der PKV erkennen.  Bereits vor mehr als 2 Jahren hat die Richterin Kessal-Wulf am Bundesgerichtshof eine klare Position bezogen. Demnach ist die LASIK- OP durchaus eine medizinisch notwendige Heilbehandlung, da die Brille zwar eine Sehschwäche korrigiert, die Ursache aber nicht beheben kann und somit die Operation die versicherte Leistung ist. Auch das LG Frankfurt Oder hat mit der Entscheidung vom 02.10.2012 eindeutig die Erstattungsfähigkeit bejaht.  Zur Begründung führte das LG  aus:....Der Kläger unterhielt eine private Krankenversicherung, welche den Ersatz von Aufwendungen für eine Heilbehandlung vorsieht...…. Der Kläger war vorliegend krank. Krank im Sinne der Definition ist ein anomaler Körper- oder Geisteszustand, welcher eine nicht ganz unerhebliche Störung körperlicher oder geistiger Funktionen mit sich bringt. (vgl. BGH r+s 1987, 80 =VersR 87, 278f.) Dieses war bei Dioptrienwerten von +4,5 und +2,5 zweifelsfrei erfüllt. …….. Die LASIK Operation war auch eine solche (versicherte) Heilbehandlung. Darunter ist jegliche Heilbehandlung zu verstehen, die durch die jeweilige Krankheit verursacht wird und die auf eine Heilung, Besserung oder Linderung abzielt. (st. Rechtssprechung BGH r+s 1996, 457=BGHZ 133, 208 etc.) Eine solche Operation soll dazu führen, die Weitsichtigkeit zu beheben oder zu korrigieren, was hier bei der durchgeführten Operation auch passierte. Nach der OP waren die Werte nur noch bei +1,25 und +1,50)..…Die Operation war auch medizinisch notwendig, die bisher oft verwendete Argumentation der Versicherer, eine Brille täte es ja auch, greift hier nach Auffassung der Richter nicht


Damit schließt sich das LG Frankfurt der Auffassung der BGH Richterin an. Es ist nicht Zweck einer Krankenversicherung, Leistungen für subjektiv wünschenswerte, objektiv zur Krankheitsbehandlung aber nicht erforderliche Maßnahmen zu erbringen. Daher müssen objektive Kriterien zur Beurteilung herangezogen werden und der Einzelfall beurteilt werden.” „Der Zweck des Versicherungsvertrages wäre nicht erreicht, wenn nicht alle aus ärztlicher Sicht vertretbaren Behandlungsschritte abgedeckt wären. (…) Eine Behandlungsmethode ist auch diesen Gründen dann als medizinisch notwendig einzustufen, wenn ihre Anwendung nach den festgestellten objektiven medizinischen Befunden und den Erkenntnissen im Zeitpunkt der Vornahme der ärztlichen Behandlung als medizinisch vertretbar angesehen werden kann.“ Der Versicherer kann also nicht hingehen und die Ablehnung allein damit begründen, dass eine solche OP nicht medizinisch notwendig sei und der Patient auch einfach eine Brille oder Kontaktlinsen tragen muss.


Nach geltender Rechtslage besteht also durchaus die Möglichkeit, im Rahmen eines privaten Krankenversicherungsverhältnisses die Kosten einer LASIK-Operation erstattet zu erhalten.Entscheidend  ist jedoch immer der konkrete Einzelfall, d.h. die vorliegende medizinische Diagnose und in rechtlicher Hinsicht die konkret geltenden Versicherungsbedingungen. Wir helfen Ihnen, wenn Ihre private Krankenversicherung die Kosten für die Behandlung nicht übernehmen will. Jörn Hagemann, Fachanwalt für Versicherungsrecht überprüft Ihre rechtlichen Ansprüche. J. Hagemann ist bundesweit tätig, ihm liegt eine umfassende Urteilssammlung zu diesem Thema vor. Fachanwalt Hagemann hat für zahlreiche  Mandanten die Erstattung der Operationskosten gegenüber den Versicherern erstritten und ist oft bereits außergerichtlich erfolgreich. Die Ersteinschätzung ist dabei kostenlos! Fordern Sie dafür unseren Kurzfragebogen an. Für Rechtsschutzversicherte übernehmen wir kostenlos die Deckungsanfrage.



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